

Die Festtage sind schnell vorbei. Die Geschenke ausgepackt (vielleicht schon umgetauscht), die üppigen Mahlzeiten verdaut. Macht Schenken Freude? Natürlich macht das Freude. Alle, die am Weihnachtsgeschehen bzw. -geschäft in irgendeiner Art teilhaben, werden das überzeugend und verkaufsfördernd bestätigen. Freude hat bestimmt, wer verkauft. Beruhigt ist sicher, wer endlich etwas gekauft hat. Erfreut ist möglicherweise, wer etwas erhält. Ob beim Beschenkten die Freude beim Auspacken tatsächlich aufkommt, ist aber doch nicht ganz sicher. Umtausch-Garantien lassen da noch Möglichkeiten offen ...
Kleine Geschenke erhalten scheinbar die Freundschaft. Bei der zunehmenden Kalenderflut am Jahresende und dem hundertsten Werbekugelschreiber kommt dann doch eher Ärger auf. Warum? Wer schon mehr als genug hat, kann an noch mehr nicht Freude haben. Sinnvoll schenken und damit wirklich Freude bereiten, setzt voraus, dass wir darüber nachdenken, wem wir womit wirklich Freude machen. Können wir «sinn-entleerte» und von Konsum gesättigte Menschen plötzlich an Weihnachten «sinn-voll» handeln? Hier liegt wahrscheinlich unser Problem beim Schenken. Wer nicht das ganze Jahr eine vertrauensund liebevolle Beziehung pflegt, kann einige Tage vor Weihnachten auch nicht wissen, womit er nun dem/der/ den Beschenkten wirkliche Freude machen soll.
Weihnachten feiern wir ja nicht wegen den gegenseitigen Geschenken. Das Fest ist deshalb so bedeutungsvoll, weil der allmächtige Gott sich selbst, durch seinen Sohn Jesus Christus, uns Menschen geschenkt hat. Nur der Gott der Bibel hat sich auf diese Art dem Menschen zugewendet. Nur der Gott der Bibel hat nie aufgehört, den von ihm geschaffenen Menschen zu lieben. Nur der Gott der Bibel sucht mit so großer Intensität die Gemeinschaft mit uns. Nur er ist alle Tage bei uns. Darum weiß er auch so gut, welches Geschenk uns am besten dient und im Grunde unseres Herzens die größte Freude bereitet: «... ich bringe eine große Freudenbotschaft, die für das ganze Volk bestimmt ist. Euch ist heute in der Stadt Davids ein Retter geboren – es ist Christus, der Herr!» Der Prophet Jesaja beschreibt ihn als «umsichtigen Herrscher, mächtigen Helden, ewigen Vater und Friedefürst.»1
Diese Freude haben Millionen von Menschen seit mehr als zweitausend Jahren ganz persönlich erlebt. Der umsichtige Herrscher ist für sie zum ewigen Vater geworden. Menschen fanden Frieden mit Gott, mit sich selbst und mit ihrer «Mitwelt».
Auch heute schenkt sich Gott mit großer Freude den Menschen, die dieses Geschenk annehmen wollen. Lassen Sie sich von seiner Liebe beschenken. Schenken Sie seine Liebe weiter. Dann wird aus dem fragenden Titel eine Feststellung: Schenken macht Freude! Eine Freude übrigens, die uns das ganze Jahr – unabhängig von Festtagen und Festtagsstimmung – auch dann erhalten bleibt, wenn wir schwierige Zeiten zu bewältigen haben.
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1 Lukas, Kapitel 2, Sätze 10+11