

In seinem Buch The Paradox of Success (Der Widerspruch des Erfolgs) berichtet der Geschäftsmann John Owens davon, dass er geschäftlich ganz oben war, persönlich jedoch im Keller. Seine Frau und Kinder hatten ihn verlassen, seine Mitarbeiter zu keiner persönlichen Beziehung bereit, sogar seine Freunde waren „kühl und distanziert“ geworden. Er war ein klassisches Beispiel jener Wirtschaftsbosse, die geschäftlich erfolgreich sind, im alltäglichen Leben jedoch Bankrott anmelden müssen.
In seinem Buch schreibt Owens: „Nichts um mich herum im Büro ist friedlich. Tausend Gedanken schwirren durch meinen Kopf und eine Liste tausender Dinge, die erledigt werden müssen. Unordnung trägt zur chaotischen Atmosphäre bei. Mein Computerbildschirm ist umklebt von kleinen Merkzetteln, Stapel ungelesener Bücher, Magazine und Zeitungen belegen in kleinen Häufchen die meisten freien Flächen. Ich habe einen Zen-Brunnen gekauft, der negative Ionen verteilt, um den Druck zu reduzieren, aber die Luft ist so trocken, dass das Wasser verdampft und der kleine Motor gurgelnde Geräusche statt der beruhigenden Klänge fließenden Wassers produziert.“
Passt diese Beschreibung in irgendeiner Weise zu Ihrem Leben? Wenn ja, hier ein Rat: STOP! Legen Sie die Bremse ein in Ihren unkontrollierten Zeitplan. Verlangsamen Sie das Tempo, um die Welt um sich herum bewusst wahr zu nehmen.
In diesem Jahr begehen viele Kirchengemeinden wieder den Fastenbrauch. Das ist eine 40 Tage dauernde Tradition, die an die 40 Tage erinnert, die Jesus in der Wüste in Selbstdisziplin verbrachte, um sich für die großen Versuchungen vorzubereiten, die ihm bevorstanden. Den Bericht darüber finden Sie bei Matthäus 4, 1-11 im Neuen Testament der Bibel.
Viele von uns leben mehr oder weniger wie Owen, rasen von einem Ort zum anderen mit dem Ziel, immer größerer und herausfordernde Ziele zu erreichen – oft ohne eine Pause für die einfache Frage: Warum?
Bald ist die nächste Fastenzeit da. Selbst wenn Sie kein Kirchgänger, kein religiöser Mensch sind, dann wäre es vielleicht dennoch weise, an eine jährliche „Einkehr“ zu denken. Das wäre eine Zeit der Selbstdisziplin, des Verzichts, eine Chance, das Chaos zu verringern, um mal wieder die Menschen um sich herum wahr zu nehmen und festzustellen, ob und wie es um die Beziehungen steht – und ob wir überhaupt noch dabei vorkommen. Sind Ihre hochgeschätzten Ziele das wirklich wert?
Am besten warten Sie gar nicht erst bis zur Fastenzeit. Fangen Sie heute an, indem Sie Antworten zu folgenden Fragen suchen:
Welche deutlichen Ziele habe ich für mich und meine Familie in den kommenden Tagen?
Welche alten Dinge müssen in meinem Leben sterben, bevor neue Dinge entstehen und ihren Platz einnehmen können?
Wo kann ich einen Ort der Stille und Andacht mitten in meiner hektischen Welt finden?
Diese Fragen nicht ehrlich bedenken und sich keine Zeit für eine Antwort nehmen, könnte am Ende mehr kosten, als Sie sich vorstellen können. Jesus sagt: „Wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für mich einsetzt, der wird es für immer gewinnen.“ (Lukas 9, 24)
Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr@gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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Aus Take Three on Monday Morning, einer E-Mail Meditation von Robert D. Foster. Der Text darf mit den korrekten Angaben gerne weitergegeben werden. Fragen und Kommentare bitte an 29555 Goose Creek Rd., Sedelia, CO 80135 richten oder per Fax (303)647-2315.